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Manöver, Manöver, Manöver! 15 Jugendliche beim Regattatraining auf der Schlüssel & der Löwe

  • 13. Juli
  • 2 Min. Lesezeit


Wie kriegt man junge Seglerinnen und Segler am besten müde? Bodo Mall und Jan Kollert hatten beim Regattatraining Ende Mai ein einfaches Rezept: Manöver, Manöver und nochmal Manöver. Kaum saßen ihre Schützlinge auf der hohen Kante der „Schlüssel von Bremen“ und hatten es sich dort einigermaßen bequem gemacht, kam das Kommando „Wir machen nochmal eine Wende!“ – also alle wieder auf ihre Stationen, Schoten klarmachen, Winschkurbeln griffbereit halten und auf das „Ree!“ warten. Alle ohne Aufgabe tauchen unterm Baum hindurch auf die andere Bootsseite. Mit Ölzeug bei relativ kühlem Wind auf der Kreuz und bei Rückenwind auf Vorwind-Kurs durchaus schweißtreibend, aber Ölzeug heißt ja nun mal so, weil man darin ölt. Mit unzähligen Wenden und Halsen, Gennaker hissen und bergen, und dem gleichen Spiel mit der Genua, führte der Kurs an den zwei Trainingstagen mit eher wenig Wind vom Olympiahafen in Kiel-Schilksee durch die Kieler Förde in die Eckernförder Bucht.


Zu diesem Trainingswochenende gehörte auch ein bisschen Hafengemütlichkeit. Nach einem tollen Tag auf dem Wasser, bei dem die „Löwe von Bremen“ und die „Schlüssel von Bremen“ oft in Sichtweite segelten, machten es sich gut 15 Seglerinnen und Segler am Ende des ersten Trainingstages mit kühlen Getränken im Cockpit der „Schlüssel“ bequem. Jan Helms gab den Crews eine alte Seglerweisheit mit: „Wenn ihr irgendwo unterwegs seid, denkt immer daran: In der letzten Kneipe, in der ihr einkehrt, müsst ihr Eiswürfel mitnehmen.“ Ebenjene kamen dann in die besagten Getränke während Bodo für die richtige Musik sorgte.


Und was nimmt man nach zwei Trainingstagen auf der Kieler Förde mit? Zum einen einiges an Segelerfahrung, die Bodo und die beiden Jans hervorragend vermittelt haben. Geduldig erklärten sie den richtigen Segeltrimm und leiteten die Manöver an, sodass am Ende ein guter Fortschritt zu sehen war, Wenden und Halsen mit jedem Mal besser wurden. Zum anderen war da ein toller Austausch zwischen den erfahrenen Schiffern und den jungen Seglerinnen und Seglern. Bodo und Jan Helms waren begeistert, wie viele junge SKWBler – erfahrene Regattaseglerinnen (ja, die Frauen waren an diesem Wochenende in der Überzahl) und Neulinge – an diesem Wochenende auf der „Schlüssel“ und der „Löwe“ Lust hatten, gemeinsam zu segeln und zu lernen. Und ja: Muskelkater gab’s auch, aber der geht wieder vorbei – das Seglerwissen bleibt hängen.


Von Lucas Brüggemann, an Bord der Schlüssel

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