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A Coruña: Up and Down

Die zweite Woche in Nordspanien begann mit der Ankunft einer gutgelaunten 3-köpfigen Bayern-Crew: Petra, Alex und Markus. Voller Tatendrang wollten sie den Atlantik erkunden. Leider verschwand beim Einkauf für diese Woche Cornelias mitgebrachter Roller. Er hatte uns allen immer die Wege verkürzt. Beim Supermarkt wurde er schlichtweg geklaut und rollt nun wohl weiter in A Coruña durch die Gassen.


Fünf Kilo Bonito sollten den Verlust des Rollers am Sonntag an Bord vergessen machen. Gleich nach dem Ablegen bereitete unser persönlicher 5 Sternekoch Markus das Willkommensessen gemeinsam mit „Beikoch“ Alex deliziös zu. Der Rest wurde dann bei der ersten Nachtwache von beiden kalt verzehrt.


Der persönliche 5 Sternekoch


Die Windvorhersage für die nächsten 5 Tage wäre für den Törn nach Vigo mit Nord-Ost ideal gewesen, hätte aber für den Rückweg um das Kap mit über 30 Knoten auf die Nase geblasen. Damit war Vigo gestrichen und der Kurs wurde wieder nach Osten Richtung Bilbao abgesteckt. Erster Stopp war erneut Ribadeo. Nach einem Anlegeumtrunk unternahmen wir einen Bummel durch die Altstadt und genossen anschließend den Abend an Bord. Jürgen kochte und überraschte mit einer kontrollierten Stichflamme aus der Pfanne. Es gab Steak-en-pointe an Gemüse.


Am Montag, dem 12.07. legten wir wieder ab mit dem Ziel Gijón. Zeitweilig mussten wir wieder zweimal Reffen und wir versuchten, Rasmus mit einem Opfer zu besänftigen. Die hohen Wellen schoben uns von hinten und wir erreichten Spitzengeschwindigkeiten von 14,7 Knoten im Surf.

High Speed


Nicht nur unsere Bayern waren von der schnellen Fahrt begeistert. Aufgrund der in der Karte ausgewiesenen Wassertiefe im Yachthafen von Gijón nahmen wir wieder Kontakt zum Hafenmeister auf. Er erwartete uns in der Marina und wies uns einen geeigneten Liegeplatz an. Mit 3,10m erwies sich der Platz als ausreichend für die Wappen.


Bei der Erkundungstour der Stadt besuchten wir das weit sichtbare Monument N`Bateria De Canonesi. Danach wurde es Zeit, eine passende Bodega zu finden, denn schließlich hatte Alex Geburtstag. Wir fanden einen schönen Platz. Beim genauen Hinsehen entdeckten wir die Möwen, die sich strategisch auf den Markisen positionierten, um sich dann voller Inbrunst auf das Essen der Gäste zu stürzen. Der Erfolg gab ihnen Recht: Sie hatten überall Ketchup auf der Brust und unser Teller war plötzlich leer.


Auf historischen Spuren fand Carl nach 30 Jahren seine alte Cidres-Bar wieder und erfreute uns mit einem fast perfekten Einschenken desselben im hohen Bogen. Und Alex versuchte es natürlich auch. Nach dem sehr vergnügten Abend verließen uns leider Sabine und Jürgen nach Hause. Der Abschied fiel uns schwer.



Cidres einschenken


Am Freitag, dem 14.07. legten wir mit dem Ziel A Coruña wieder ab. Da nur 3 Knoten Wind waren, mussten wir zwei Stunden unter Maschine fahren. Eigentlich war chillen angesagt, aber einige fingen an, unter Deck die Pantry zu reinigen. Gleich danach gab es köstlichen Kaiserschmarren mit selbstgemachtem Pflaumenkompott. Unser Markus hatte gezaubert. Die Nachtwache fiel da gar nicht mehr schwer. Der Himmel zeigte sich von seiner klaren Seite. Alex, der noch nicht so oft nachts gesegelt war, freute sich immer wieder über die vielen Sterne.


Wir trafen am nächsten Tag wieder sicher im Hafen von A Coruña ein. Die Sonne schien warm und es war schönstes Badewetter. Aber wer Carl kennt weiß genau, dass zuerst das Schiff gründlichst geputzt werden muss. Kopfüber hing Horst bald zum Reinigen in der Bilge, von Carl festgehalten an den Beinen, damit er nicht abstürzt. Die ganze Crew putzte, bis alles blinkte und blitzte (auch die Ecken hinter dem Herd!). Als der Spiegel des Schiffes schließlich wieder aussah wie neu, wurden wir entlassen und gingen schnell zum Badestrand, natürlich mit Maske und Sicherheitsabstand. Aber am Strand von A Coruña, da wo sich hunderte Menschen tummelten, trug keiner mehr eine Maske. Abstand wurde auch nicht gehalten. Das muntere Treiben gefiel uns. Auch wir freuten uns über die Sonne und das Meer.


Unser Abschiedsfest feierten wir in diversen Bodegas in der Altstadt. Häufig wurden wir nicht verstanden. Mit Bayrisch und gutem Willen ging es aber.


Die Rückkehr am Samstag nach Deutschland gestaltete sich aufgrund fehlender Testmöglichkeiten selbst am Flughafen Madrid für die süddeutschen Crewmitglieder sehr unterschiedlich: bei 40 Grad in Madrid mussten Markus und Petra ihren Spanienaufenthalt um eine Nacht verlängern. Die Ankunft in München wurde mit einem bayrischen Frühstück gebührend gefeiert.


Vielen Dank für das Abenteuer! Schee war`s liebe 2. Wochen-Crew!

Petra Kohrs & Cornelia Schütze

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