Bremer J-80 bei der Copa del Rey Drucken E-Mail
Dienstag, den 07. August 2012 um 20:03 Uhr


Das Bremer „campaign sailing team“, bestehend aus Sven Vagt , den Brüdern Jasper und Kilian Marwege sowie Maximilian Kiep konnte bei der diesjährigen 31. Copa del Rey mit einem vierten Platz in der Gesamtwertung der J-80-Klasse abschließen.


Auf dem Landwege machte sich die junge Crew der Segelkameradschaft „Das Wappen von Bremen“ mit der Vereinsyacht „campaign“ auf in Richtung Barcelona, von wo aus es per Fähre nach Palma de Mallorca ging.

Die diesjährige Copa del Rey, die wegen der olympischen Spiele in London 15 Tage früher als gewohnt stattfand, erwartete die Teams mit idealen Segelbedingungen. Bei Sonnenschein, durchschnittlich 30° Celsius und 15-25 Knoten Wind konnten sich die rund 100 Yachten in der Bucht von Palma sechs Tage lang messen.

Die Klasse der J-80 war dabei hochkarätig, hauptsächlich mit spanischen Teams besetzt. Nicht nur die Weltmeister der letzten beiden Jahre, auch der olympische Goldmedallist José Maria van der Ploeg gaben sich mit ihren Crews die Ehre.

Für die Bremer Crew sollte die Copa del Rey Test und Wiedergutmachung zugleich werden. Nach einem nur mäßigen Abschneiden bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in Dartmouth, UK, äußerte sich Steuermann Sven Vagt noch unzufrieden: „Wir haben diese Saison einen neuen Mast bekommen, für den wir noch nicht bei allen Bedingungen den optimalen Trimm gefunden haben. Bei mittleren Winden fehlte uns einfach die Höhe, um vorne mitfahren zu können.“

Bis zur Copa del Rey hatte das Team seine Hausaufgaben aber offensichtlich gemacht. Schon im zweiten Lauf des ersten Tages konnte das Team unmittelbar nach den drei Top-Favoriten als viertes Schiff die Ziellinie queren. In den folgenden Tagen gelang es der jungen Crew nicht nur, den vierten Platz im Gesamtklassement zu halten, der Vorsprung auf die Verfolger wuchs stetig.

Lange schien in einem Feld, in dem die Leistungsdichte so hoch war, dass keine Crew konstant die vorderen Plätze belegen konnte, alles offen. Einzig die drei Favoriten auf Weltklasseniveau konnten sich nach und nach in der Gesamtwertung absetzen – schienen uneinholbar.

Umso größer war die Freude an Bord des Bremer Bootes, als sie in der letzten Wettfahrt der Serie sämtliche Konkurrenz hinter sich lassen konnten und einen ersten Platz für sich verbuchen konnten. Der jüngere der beiden Marwege-Brüder äußerte sich zufrieden: „Endlich lief wieder alles wie am Schnürchen. Unser Riggtrimm passt, wir haben die Dreher perfekt mitgenommen und sind in den Windstrichen geblieben. Der perfekte Abschluss für eine solche Regatta. Wir hoffen nun, diese Form auch in Deutschland bei den German Open in Flensburg zeigen zu können.“

 

Impressionen