| Ostern am Gardasee |
|
|
| Jugend - Meldung | |||
| Sonntag, den 03. Juni 2012 um 10:00 Uhr | |||
|
Wer schon einmal Ostern am Gardasee war, weiß, dass dort viel los ist, denn die größte Opti-Regatta mit über 1000 Teilnehmern findet dort jedes Jahr über die Ostertage statt. Nachdem die jungen Regattasegler auf der Bahn waren, die Eltern sich allmählich beruhigt hatten, konnten wir auch in aller Ruhe unsere Boote aufbauen. Unsere Wohnung hatte eine erstklassige Lage direkt am See, sodass schon morgens die Vorfreude auf das Segeln groß war. Unser Piraten-KV Training bei Christian Swatosch vom DSV begann erst am Montag, aber das war für die meisten von uns kein Grund am Sonntag nicht auch schon segeln zu gehen. Als wir draußen waren fühlten wir uns sofort pudelwohl und waren wieder in unserem Element, vielleicht auch ein bisschen zu sehr. Denn bei uns in der Crew wird es allmählich zur Tradition, dass wir beim ersten Mal Segeln in der Saison auch sehen wollen, wie gut wir im Winter das Unterwasserschifft poliert haben, ob unsere Segelbekleidung auch wirklich dicht ist. Das Resultat: ja, das Unterwasserboot war schön glatt und ja, unsere Trockenanzüge erfüllen noch ihre Funktion und ja, es war kalt. Am Montag um 10:00 Uhr startete unser erster Trainingstag. Nach einer kurzen Vorbesprechung ging es mit den insgesamt neun Crews auf das Wasser. Bis Mittwoch war das typische Gardasee-Wetter nicht anzutreffen. Wir hatten den ganzen Tag Südwind bei 4 Windstärken und zum Nachmittag hin nahm der Wind nochmal zu, sodass auch 6 Bft. und in Böen gute 7 Bft. zu verzeichnen waren. Zunächst hieß es, das Bootsgefühl wiederzuerlangen, weshalb wir lange aufkreuzten und im Anschluss raumschots runterheizten, um danach wieder aufzukreuzen. Nach einer vier bis fünf Stunden dauernden Trainingseinheit waren wir alle Ko. und freuten uns auf eine warme Dusche. Am Abend haben wir uns alle nochmal zusammengesetzt um den Trainingstag mit einer Nachbesprechung ausklingen zu lassen, wobei auf jede Crew einzeln eingegangen wurde. Am Mittwoch war es sehr kalt, da auf den Bergen ordentlich Schnee gefallen war. Ein Manöverdreieck war nun genau das Richtige, damit uns Allen warm wurde. Am frühen Nachmittag fing es wieder an zu regnen und der Wind nahm stark ab. Mit der Gruppe beschlossen wir an Land zu fahren und Theorieunterricht zu machen, wobei die eine oder andere Erfahrungsgeschichte von unserem Trainer Christian die Stimmung auflockerte. Da keine Besserung des Wetters in Sicht war, hatten wir den Nachmittag zur freien Verfügung, bevor wir uns am Abend zum gemeinsamen Pizza essen wieder trafen. Wir müssen zugeben, dass die Italiener ihr Handwerk des Pizzamachens schon sehr ausgeklügelt haben, denn uns allen schmeckte es vorzüglich. Hochmotiviert ging zum vorletzten Trainingstag, doch heute war alles anders. Beim Frühstücken war Nordwind zu verzeichnen. Zugegeben haben wir uns gefreut, dass ein bisschen weniger Wind wie am Vortag war, denn jeden Tag Ballermann schlägt sich schon auf die Kraft und Ausdauer nieder. Bei den leichteren Winden am Vormittag war es nun auch möglich ein Gefühl fürs Boot bei wenig Wind zu erlangen. Dabei sollten wir besonders auf dem „Vormwindkurs“ viel ausprobieren, um die richtige Balance zu finden. Wir sollten dabei auch lernen das Boot bei Extremen, wie starke Luvkränkung, zu kontrollieren. Nach ein paar anschließenden Manöverdreiecken mit kleinen Wettfahrten, die zunehmend bei jeder Crew besser liefen, schlief der Wind typischer Weise ein und eine Mittagspause war uns gegönnt. Die Ora ließ nicht lange auf sich warten, sodass wir beim kräftigeren Südwind wieder auf das Wasser gingen mit dem Ziel unter der westlichen Steilwand aufzukreuzen. Es war sehr spannend zu sehen, wie nah man an die Steilwand heran segeln konnte und wie der Wind dort drehte, wodurch man lange an der Wand entlang segeln konnte. In den Pausen auf dem Wasser genossen wir immer wieder das umwerfende Panorama, welches der Gardasee bietet. Am letzten Trainingstag, dem Freitag, zeigte der Gardasee sich wieder von seiner schönen Seite mit viel Sonne und einen anfänglichen Nordwind, der nachmittags in Südwind umkippte. Wir haben noch ein schönes Startspiel veranstaltet, bei dem jeder auf sein Kosten kam. Im Endeffekt hat sich jede Crew wieder an Bord eingelebt und große Fortschritte in den letzten Tagen erzielt. Aber auch die ganze Gruppe hat sich weiterentwickelt und es war schade, dass die Trainingswoche schon vorbei war, denn wir haben alle gut miteinander harmonisiert und keiner ist in seiner Leistung stehen geblieben. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals herzlich bei unserem Trainer Christian Swatosch, der Piraten Klassenvereinigung, sowie bei unseren Heimatvereinen für eine solch gelungene Trainingsmaßnahme bedanken. Und weil es so schön war, hat es beim Verladen der Boote noch mal kräftig geregnet. GER 4176 Kira Vagt und Lukas Brüning
|






