| J80 WM: Das Beste zum Schluss! |
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| Geschrieben von: GER 1027 – Campaign |
| Dienstag, den 12. Juli 2011 um 17:54 Uhr |
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Die Weltmeisterschaft 2011 der J80 in Dragør bei Kopenhagen ist vorüber – und wir sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.
Die Bedingungen vor Dragør waren nicht die einfachsten. Zu den schwachen Winden kam eine kräftige Strömung dazu, die aufgrund der Brücke über den Øresund im Regattagebiet durchaus in unterschiedliche Richtungen drehte. Dazu kam in einer der größten und aktivsten Einheitsklassen der Welt eine wirklich hochkarätige Besetzung. Etliche Olympiasieger und Weltmeister waren auf den anderen Booten als Steuermann oder Taktiker anzutreffen. Bei 67 Yachten an einer Startlinie hatten wir an Tag 1 der WM noch etwas mit diesen Bedingungen zu kämpfen. Bei nicht ganz optimalen Starts in den ersten beiden Rennen brauchten wir einige Zeit, um uns freizusegeln und unseren Boatspeed ohne Abdeckung durch andere Boote voll auszufahren. Wir landeten auf den Plätzen 28 und 29, was unsere eigenen Erwartungen nicht erfüllte. Die beiden Läufe brachten aber auch eine Erkenntnis: Wenn die Piste frei ist, stehen wir auch den absoluten Topteams in Speed und Höhe in nichts nach. Ab der dritten von neun Wettfahrten war der Schalter dann plötzlich umgelegt. Wir hatten unser System für die Starts gefunden und kamen jeweils zügig aus der Box. Auch die Strömung konnten wir nun vernünftig in unsere Taktik mit einbeziehen. Campaign und Crew funktionierten zusammen. Und plötzlich stimmten auch die Ergebnisse. In den folgenden 7 Rennen platzierten wir uns jeweils zwischen dem sechsten und dem 13. Platz. Umgeben von Weltmeistern, Olympiasiegern und jenen spanischen Teams, die seit Jahren die J 80 Klasse dominieren, durften wir uns keine Fehler erlauben. Aber es lief. Mit breiter werdender Brust trafen wir immer wieder unsere Kumpel von der Procedes Diva an den Bahnmarken, die sich genau wie wir mit Erfolg alle Mühe gaben, den Topteams kräftig in die Suppe zu spucken. Am Abend des vorletzten Regattatages war für uns noch alles offen. Als drittes deutsches Schiff rangierten wir auf dem 12. Platz. Die Top 10 der Welt plötzlich in Reichweite waren unsere Pläne für den letzten Tag entsprechend groß. Bei Wind zwischen 10 und 15 Knoten und Regen wie aus Eimern kamen wir beim ersten von zwei Rennen gut über die Startlinie. Auch die erste Kreuz stimmte und es ging als fünftes von 67 Schiffen um das Luvfass. Bis zum Ende des Rennens mussten wir uns nur noch einem spanischen Team geschlagen geben, was uns einen sechsten Platz bescherte. Plötzlich waren wir in den Top 10. Entsprechend hoch war der Blutdruck, als es in das letzte Rennen der WM ging. Bloß kein Frühstart. Bloß kein Manöver verbocken. Bloß keine unnötigen Punkte mehr kassieren. Und es gelang. Am Ende der WM belegten wir als bestes deutsches Schiff Platz 9 der Gesamtwertung, gefolgt von drei weiteren deutschen Schiffen, die ebenfalls mit starker Leistung bei der WM auftraten. Ein Umstand, der auch in der internationalen Fachpresse Beachtung findet. Die „Sail-World“ schreibt beispielsweise in einem ausführlichen Bericht: Ein Umstand, der uns sehr freut; zeigt es doch, dass all die Arbeit und der zeitliche Aufwand, den wir in letzter Zeit in die beiden J80-Kampagnen gesteckt haben, Früchte trägt und auch über Deutschland hinaus Anerkennung findet. So können wir der Segelkameradschaft durch gute Werbung vielleicht etwas zurückgeben für den großen Aufwand, der für unsere beiden J80 Teams betrieben wird. Wir freuen uns auf die nächsten Regatten und hoffen, in dieser Saison noch das ein oder andere gute Resultat einfahren zu können. Euer campaign sailing team Sven Vagt Jasper Marwege Kilian Marwege Maximilian Heidbrink http://www.sail-world.com/Europe/J-80-Worlds-win-to-Ignacio-Camino/85754 |






