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Die nächsten 24 Stunden könnten eine ganz entscheidende Phase des Transatlantikrennens werden. Wenn die aktuelle Prognose eintritt, haben Bank von Bremen, Haspa Hamburg und Broader View Hamburg taktisch einiges richtig gemacht.

Seit dem Start des Rennens ist die Konvergenzzone zwischen dem durch ein Tiefdruckgebiet geprägten Westwind auf der "Nordroute" in die Karibik und dem Passat im Süden das große Thema. Nach knapp einer Woche streckt sich das Regattafeld in Nord/Süd-Richtung auf über 800 Meilen. Während sich einige Yachten frühzeitig durch die Konvergenzzone quälten und bereits im Passat segeln, parken die "Emma" und die "Red" aktuell mit 0-2 Knoten Fahrt im Flautenstreifen zwischen den beiden Windsystemen.

Die Bank von Bremen segelt gemeinsam mit der Haspa Hamburg und der Broader View Hamburg an der nördlichen Kante der Konvergenzzone in den Resten des Westwindes, wobei die Bank aktuell zwei Knoten schneller ist und den wesentlich westlichen Kurs läuft. Auf die Broader View Hamburg, im Bild in beige und mit Krönchen versehen, konnte sie einiges an Boden gut machen. Auch die Haspa, im Bild rosa dargestellt, kreuzt das Kielwasser der Bank.

Spannend wird die Entwicklung des Windes in den nächsten 24 Stunden. Die Reste des Tiefs und damit des Westwindes im Norden des Feldes werden sich auflösen und durch ein neues Tief beeinflusst. Der Passat rückt deutlich nach Norden, wie man auf der Prognose für morgen früh deutlich erkennen kann. Hierdurch verschiebt sich auch die Schwachwindzone nach Norden.

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Auf der aktuellen Breite der Bank wird sich der Passatwind dann schon auswirken. Entgegen derjenigen Teilnehmer, die bereits früher links abgebogen und den Weg nach Süden gesucht haben, könnte sich die Durchquerung des Flautenstreifens so erheblich verkürzen. Während sich die Boote nach Süden bewegen, kommt Ihnen der Ostwind ein Stück entgegen. Für unsere Crew könnte das bedeuten, dass nach einer Woche am Wind endlich die Vorwindgarderobe gesetzt werden kann.

Auch die Veranstalter der Regatta stellen den Dreikampf, der in der Mitte des Feldes stattfindet, auf der Homepage heraus. Dort heißt es:

"Near the rhumb line, a close battle is raging between three German yachts of near-equal size; all of which are youth training vessels. Haspa Hamburg, owned by Hamburgischen Verein Seefahrt (HVS) and skippered by 21-year old Max Gärtner, leads on the water by just two miles from SKWV's Bank von Bremen skippered by 29-year old Alexander Beilken. Meanwhile, HVS's second boat in the race, Broader View Hamburg is estimated to lead the trio after IRC time correction. Fifty percent of the crew on the club's Andrews 56 are between 18 and 22 years and include skipper, Björn Woge's 19-year old son."