kiwo siegerehrung J70 6dc66In der Stamm-Besetzung mit Steuermann Björn Beilken, Taktiker Jork Homeyer und den Trimmern Alexander Beilken und Tobias Teichmann konnte sich das Team im Feld von 45 Teilnehmern in der J/70 Klasse durchsetzen. Wie schon üblich für den zweiten Teil der Kieler Woche, gab es nach Sonne im ersten Teil für die ‚Diven’ Starkwind und sehr wechselhaftes Wetter.

Nachdem das Team zwei Wochen zuvor auf der Förde trainiert hatte, ging es gut vorbereitet in die Regatta. Am ersten Tag mussten die Segler zunächst im Hafen bleiben, da Gewittergefahr bestand. Gegen Nachmittag wurde die Klasse noch auf die Bahn geschickt. Bei Wind um 20 Knoten konnte das Team das erste Rennen direkt gewinnen. Danach zog eine gewaltige Regenfront mit Wind über 30 Knoten über das Regattagebiert, sodass die Segler ca. eine Stunde abwettern mussten, bevor das nächste Rennen gestartet werden konnte. Björn gesteht, dass der Crew bei nun deutlich über 20 Knoten ein Fehler kurz vorm Ziel passierte, als sie sich unter Gennaker flach auf die Seite legten und aus den Top 5 auf den 8. Platz fielen. Wie wichtig dieser 8. Platz noch werden sollte, war da noch nicht zu erahnen.


Am zweiten Tag wurde bereits um 10 Uhr das erste Rennen des Tages gestartet und mit dem richtigen Trimm für 20 Knoten Wind konnte das Team direkt die ersten beiden Rennen des Tages gewinnen. Der dann auffrischende Wind spielte dem engsten Konkurrenten vom Norddeutschen Regatta Verein e.V. (NRV) in die Karten, der im Gegensatz zum SKWB-Team mit fünf Seglern unterwegs war und somit Gewichtsvorteile ausspielen konnte. Dennoch blieb die Crew dem Gegner mit einem zweiten Platz dicht auf den Fersen. Im letzten Rennen kämpfte sich das Team letztendlich auf einen fünften Platz. Somit beendeten sie den Tag als erster in der Gesamtwertung mit drei Punkten Vorsprung auf das Team vom NRV.
Der dritte Wettfahrttag wurde aufgrund der schwierigen Bedingungen auf der Bahn verschoben. Dafür hatte es der vierte Tag vor Allem aufgrund der aufkommenden Spannung nochmal in sich. Nach konstanten Top-Platzierungen in den ersten achten Rennen inkl. drei 1. Plätze ging das SKWB-Team punktgleich mit der Crew vom NRV ins letzte Rennen.
Björn berichtet: „Ausgerechnet das ging dann völlig schief. Nach einem zwar guten Start, der aber auf der falschen Seite war, konnten wir an der Luvtonne keine Lücke finden. Unsere direkten Konkurrenten lagen ein paar Plätze vor uns und hatten noch bessere Aussichten sich nach vorne zu segeln. Mitte der zweiten Kreuz kam bei uns die Hoffnung auf, dass es für unsere Konkurrenten zu keinem Platz unter den Top acht mehr reicht. Dadurch mussten wir beide unseren achten Platz, der vorher der Streicher war, mit in die Wertung nehmen müssen. Zum Glück hatten wir den nach dem Sonnenschuss am ersten Tag noch über die Linie gerettet.“
Somit blieb die Diva-Crew punktgleich in Führung und konnte nach dem Zieldurchgang jubeln! Bei der anschließenden Sektdusche auf dem Podium blieb daher niemand trocken. Somit geht eine anstrengende, aufregende und sehr erfolgreiche Kieler Woche zu Ende.

In der olympischen Klasse 49FX freute sich Susann Beucke (Hannoverscher Yacht Club e.V.), die im November mit der ‚Bank von Bremen’ das Atlantic Anniversary Race gesegelt war, mit ihrer Steuerfrau Tina Lutz über eine Silber Medaille.
Die Strategie sich extrem auf die Aufgaben zu fokussieren, anstatt auf ein Ergebnis hatte sich für die beiden ausgezahlt.
Susann erzählt: „Der Wind war an allen Renntagen war sehr drehig und böig, von daher war unsere Hauptaufgabe viel aus dem Boot heraus zu schauen und das was passieren wird, zu kommunizieren.
Insbesondere im Medal Race schauten wir fast die ganze Zeit raus und redeten. Das Feld war sehr stark besetzt und der zweite Platz gibt uns viel Selbstbewusstsein für die Weltmeisterschaft, die am 1. August in Aarhus beginnt.

Bereits im ersten Teil der Kiele Woche konnten sich die SKWB-Mitglieder Claudia Neugebauer und Malte Reitzig (SY ‚Reläxx’) über einen dritten Platz im Welcome Race nach Eckernförde in ORC III freuen. Jan van Dyk, Jasper Marwege und Daniel Labhart belegten mit Jans Corsair 28R sowohl für das Welcome Race ‚Kiel – Eckernförde’ als auch auf der Rückregatta einen zweiten Platz.

Die SKWB gratuliert allen Seglern zu den Erfolgen bei der diesjährigen Kieler Woche.

Foto: © P. Homeyer