SKWB1523557446Um uns perfekt auf die fünfte Station der Bundesliga vorzubereiten, begannen wir bereits mehrere Wochen vor dem Event mit dem Training auf der Alster. Auf der vereinseigenen J-70 “Fritz” trainierten Gordon, Morten, Daniel und Alexander mit dem Norddeutschen Regattaverein (NRV). Leider verletzte sich Morten nur eine Woche vor dem Event beim Training an Bord und die Crew musste umgestellt werden.

Nach zahlreichen Telefonaten konnten wir mit Sven einen Ersatzmann finden, der sogar Dienstag Abend zum Training kommen konnte. Auf dem Weg nach Hause nach dem Training wurde Sven dann auf dem Fahrrad von einem Auto angefahren. Gottseidank ist nichts Schlimmeres passiert, aber wiederum brauchten wir extrem kurzfristig einen Ersatzmann.

Zum Glück konnten wir Jork Homeyer aus Antwerpen einfliegen und somit einen neuen Gennaker Trimmer an Bord holen.

 

Auch wenn die Vorbereitung durch den spontanen Crewwechsel nicht optimal war, fuhren wir hoch motiviert nach Berlin um ein gutes Resultat zu erzielen, um uns möglichst früh der Abstiegssorgen zu entledigen.

 

Am Freitagmorgen fand die erste gemeinsame Trainingsheinheit auf dem Wannsee statt und wir bekamen für 45 Minuten ein Bundesliga Boot, um uns einzusegeln. Für andere Vereine war es nur ein „warm segeln“, für uns war es die erste Trainingseinheit in der Team Konstellation.

 

Der erste Flight sollte um 14.00 Uhr gestartet werden und wir waren auch gleich im ersten Start an der Reihe und konnten somit noch einige Zeit auf dem Boot verbringen. Aufgrund von sehr leichtem und drehendem Wind, wurden sieben Startversuche unternommen bis die Wettfahrtleitung einsah, dass keine fairen Bedingungen vorherrschten und alle Boote wieder in den Hafen beordert worden.

 

Am Abend wurden dann beim gemeinsam Bier im Verein Seglerhaus am Wannsee (VSaW) und Potsdamer Yachtclub (PYC) der Segeltag beendet, bevor es zum Abschluss noch ins Olympiastadion ging, um den „Bundesliga Kollegen“ vom SV Werder Bremen beim Auswärtsspiel gegen die Hertha zuzusehen.

 

Der Samstag begann mit einer einstündigen Startverschiebung, ehe um 11.00 Uhr dann aber die ersten Rennen gestartet werden konnten. Die Veranstalter nutzen den vorherrschenden Wind um ganze acht Flights durchzukommen. Die Bedingungen waren sehr drehig und böig, was es für uns auf dem Wasser sehr schwer gemacht hat.

„Unsere Manöver klappten trotz Trainingsrückstand sehr gut“, so Jork Homeyer, „allerdings kamen wir nicht in den Rhythmus des Windes und konnten am Ende des Tages mit nur einem 2. Platz wirklich überzeugen. In einigen Läufen kam auch noch Pech dazu und so mussten wir auch hohe Ergebnisse wie drei 5. Plätze und einen 6. Platz mit in die Wertung aufnehmen.“

 

Gesegelt wurde bis Sonnenuntergang und wir fanden uns in der zweiten Tabellenhälfte wieder. Doch die Windvorhersage für den Sonntag war vielversprechend und wir hofften, auf etwas mehr Glück und wollten um jeden Preis bessere Ergebnisse erzielen.

 

Am Sonntag waren wir direkt im ersten Start, allerdings dämpfte ein Frühstart unsere Ansprüche und wir bekamen weitere 5 Punkte ‚aufgebrummt’.
kurzer Aussprache an Land war uns klar, das wir nicht viel ändern wollten. Wir wollten weiterhin unsere Taktik durchziehen und das Glück erzwingen. Motiviert gingen wir in die nächsten Flights und konnten uns mit zwei 1. und weiteren Mittelfeldplatzierungen nach vorne arbeiten. Doch das letzte Rennen zeigte wieder, dass wir nicht viel Glück hatten und durch einige Winddreher landeten wir auf dem 5. Platz.

 

Insgesamt landeten wir nun auf dem 13. Platz in Berlin und nach 5 Events auf Platz 11 in der Tabelle.

„Hinterher ist es leicht zu sagen, dass wir viel Pech hatten, aber in diesem Fall stimmt es“, fasst Steuermann Gordon Nickel zusammen, „dafür, dass wir ohne Training nach Berlin gefahren sind, haben die Manöver sehr gut geklappt und wir sind ordentlich gesegelt.“

 

Nun warten noch die Events in Überlingen/Bodensee und Hamburg/Außenalster auf uns, wo wir alles geben werden um den Abstieg zu verhindern. Die Liga ist so spannend, dass die komplette zweite Tabellenhälfte im Abstiegskampf steckt und alle Vereine alles geben werden, um den Gang ins Unterhaus zu vermeiden. Wir sind gut gerüstet und werden weiterhin hart trainieren. Die anderen Vereine schlafen aber auch nicht und sind teilweise sogar mit Trainerteams bei den Events vor Ort um das Bestmögliche aus den Seglern rauszuholen. Man kann also sagen, dass das Niveau ohne Zweifel weiter gestiegen ist und die Liga immer besser wird. Wir hoffen auch in Zukunft dabei sein zu können um uns mit den Besten zu messen!

 

Euer SKWB-Bundesligateam

 

Foto: © DSBL/Lars Wehrmann